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Technical Guides18. Juni 2026· 6 Min. Lesezeit

So wählen Sie die richtige Rack-PDU für Ihr Rechenzentrum

Ein praxisnaher Leitfaden, um Phase, Strom, Bauform und Überwachungstiefe auf Ihre Rack-Dichte abzustimmen.

Data center aisle with rack PDUs feeding server cabinets

Die Wahl einer Rack-PDU ist eine Abwägung zwischen elektrischer Kapazität, physischer Passform und der gewünschten Transparenz über den Stromverbrauch. Liegt man bei einem dieser Punkte falsch, bleibt Kapazität ungenutzt, lösen Schutzschalter unter Last aus, oder die Planung künftiger Ausbaustufen wird unmöglich. Dieser Leitfaden führt durch die vier wichtigsten Entscheidungen.

1. Zuerst die elektrische Kapazität bemessen

Gehen Sie von der Auslegungslast des Racks aus, nicht von der Summe der Typenschildwerte. Addieren Sie die erwartete Dauerlast der Geräte, rechnen Sie eine Sicherheitsreserve ein (bei Dauerlast üblicherweise auf 80 % des Nennwerts des Schutzschalters reduzieren) und wählen Sie Phase und Strom so, dass sie das komfortabel abdecken.

Einphasig 16 A/32 A genügt den meisten Unternehmens-Racks bis rund 7–11 kW. Bei hoher Dichte und KI-Rechenlast verteilt dreiphasig 32 A/63 A die Last gleichmäßig auf die Phasen und hält die Verkabelung überschaubar.

2. Bauform auf den Schrank abstimmen

0U-Vertikal-PDUs werden im rückwärtigen Kanal montiert und geben wertvolle Höheneinheiten frei — ideal für dichte Racks mit vielen Steckdosen. 1U/2U-Horizontal-PDUs sind besser, wenn Höheneinheiten frei sind und Sie frontseitig zugängliche Steckdosen oder kürzere Kabelwege wünschen.

3. Entscheiden, wie viel Intelligenz Sie brauchen

Diese Entscheidung wirkt sich am stärksten auf Kosten und künftige Flexibilität aus. Basic-PDUs verteilen lediglich Strom. Metered-PDUs ergänzen die Messung am Eingang. Monitored- bzw. Smart-PDUs messen je Steckdose, und Switched-PDUs erlauben zusätzlich das Fernschalten jeder Steckdose.

Wenn Sie nach Verbrauch abrechnen, CO₂ erfassen oder Kapazität aktiv steuern, amortisiert sich die Messung je Steckdose schnell. Wenn Sie an unbemannten Standorten hängende Geräte aus der Ferne neu starten müssen, ist die Schaltfunktion unverzichtbar.

4. Steckdosen, Verriegelung und Anbindung planen

Kombinieren Sie C13- und C19-Steckdosen passend zu den Netzkabeln Ihrer Geräte und sehen Sie verriegelnde Steckdosen (IEC-Lockable oder NEMA Twist-Lock) überall dort vor, wo ein versehentliches Abziehen zum Ausfall führen würde. Prüfen Sie für die Fernverwaltung, ob der Controller SNMP, Modbus und HTTPS unterstützt — und IPv6, falls Ihr Standort bereits umgestellt hat.

Yiestar fertigt Basic-, Metered-, Smart- (iPDU A/B/C/D), High-Power- und ATS/STS-Geräte nach Vorgabe — mit kostenloser Blechanpassung und Lieferzeiten von 2–4 Wochen. Sprechen Sie mit unseren Ingenieuren über die passende PDU für Ihre Racks.

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